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Wer seine Kontakte vernünftig verwalten will, lässt besser die Hände von Microsoft und Outlook! Denn eine der wichtigsten Funktionen – nämlich Kontakte in Kategorien oder Gruppen zusammenzufassen – gibt es bei Microsoft eigentlich nicht. Die Organisation von Kontakten ist extrem mühsam und fehleranfällig. Alternative: Kontakte bei Google speichern und als Mail-Client eM Client nutzen.

Es ist ein grosser Ärger! Kürzlich wurde ich zum zweiten Mal aufgefordert, jetzt doch endlich eine Person in den Mailverteiler einer Gruppe aufzunehmen – selbstverständlich mit leicht vorwurfsvollem Unterton. Ich wunderte mich sehr darüber, hatte ich doch schon bei der ersten Aufforderung sofort reagiert und den Kontakt in meinem Outlook sofort mit der nötigen Kategorie versehen. Doch offenbar hat diese Aktion nichts gebracht. Denn ich habe sie im Outlook auf dem Laptop durchgeführt. Dort wurde sie zwar gespeichert, aber nicht auf den Microsoft-Server, auf meinen Desktop-Rechner oder das Smartphone synchronisiert.
Konsterniert habe ich mich auf die Suche nach dem Fehler gemacht. Selbstverständlich habe ich zuerst bei mir selbst gesucht. Bestimmt habe ich irgendwo vergessen, ein Häckchen zu setzen, oder habe sonst etwas falsch gemacht. Aber Fehlanzeige. Wer seine Kontakte bei Microsoft speichert, muss auf Kategorien bei Kontakten verzichten. Das Exchange ActiveSync-Protokoll, mit dem die Kontakte in Outlook synchronisiert werden, unterstützt keine Kategorien. (Siehe auch hier)

Kindergarten-Oberfläche

Das ist nicht zu fassen. Microsoft gibt sich alle erdenkliche Mühe, mit ihren Angeboten in die Schulen zu kommen Auch mich haben sie damit erwischt, und ich habe meine Kontakte von Google zu Microsoft verschoben und Outlook eine Chance gegeben. Dies in der Absicht, alle Dienste bei einem Anbieter zu vereinen. Doch es war keine gute Idee. Schon für eine solch basale Funktionalität, die man benötigt, um beispielsweise den Kontakt mit Klassen zu vereinfachen, gibt es keine Lösung!

Microsoft bietet für dieses Problem einen Workaround in Outlook-Online (outlook.live.com) an. Demnach kann man dort Kontakt-Listen anlegen und Personen zu diesen Listen hinzufügen und löschen. Das würde zwar im Grunde funktionieren, ist aber ganz und gar unpraktisch. Denn der Ort, wo man Mails schreibt, den Kalender und die Adressen verwaltet, ist der Mail-Client, und eher nicht ein Online-Dienst. Und schon gar nicht, wenn man die Personen-Oberfläche von outlook.live.com ansieht. Sie macht den Eindruck, als wäre sie für Kleinstkinder entworfen worden, die mit ihren ungelenken Patschhändchen gerne auf farbige Symbole drücken. An Funktionalitäten wagt man bei diesem „Programm“ gar nicht erst zu denken. Und an einen Einsatz im Berufs-Alltag schon gar nicht.

Tschüss Outlook!

Nach diesen Erfahrungen habe ich meine Versuche mit Outlook und Microsoft-Kontakten wieder abgebrochen und bin zu Google zurückgekehrt. Ich habe alle Kontakte wieder zurück zu Google verschoben. Damit wurde auch der Einsatz von Outlook obsolet. Denn selbst die neuste Version von Outlook unterstützt das Protokoll, mit dem Google seine Kontakt- und Kalender-Daten synchronisiert, nicht. Deshalb bin ich auch wieder zu eM Client (vgl. Wie findet man das richtige Mail-Programm?) zurückgekehrt, einem Mail-Client, der alle meine Anforderungen erfüllt.
Mit dieser Kombination funktioniert alles. Alle meine Kalender – egal von welchem Anbieter – sind synchron. Ich kann meine Kontakte mit Kategorien ordnen. Und seit der Version 7 von eM Client gibt es auch die praktische Konversations-Ansicht für Mails. So stelle ich mir effizientes Arbeiten vor.

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Vorsicht mit Microsoft-Kontakten: Keine Kategorisierung möglich!
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2 Gedanken zu „Vorsicht mit Microsoft-Kontakten: Keine Kategorisierung möglich!

  • September 18, 2016 um 10:45 am
    Permalink

    Das Speichern von schulischen Kontaktdaten bei Onlineanbietern ist ohnehin aus datenschutzrechtlicher Sicht mit Vorsicht zu genießen. Ich möchte nicht wissen, wie viele KollegInnen die Adressdaten (inkl. Notfallnummern) im Adressbuch des Handys haben und die Daten damit schon an google, Facebook und Co übertragen haben.

    Es wird Zeit, dass Lehrern eine vernünftige, dienstliche Infrastruktur angeboten wird.

    Antworten
  • September 19, 2016 um 1:17 pm
    Permalink

    Dem kann ich nur beipflichten. Wobei ich vernünftig noch doppelt unterstreichen würde.

    Antworten

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