Virtuelle Elternabende

Digitalität nach dem Fernunterricht

Bei der Rückkehr in den Direktunterricht haben wir alle gehofft, möglichst viele der im Lockdown gesammelten Erfahrungen mitnehmen zu können. Im Unterricht und auf Schulebene hat sich tatsächlich schon einiges getan. Hybride Sitzungen und Konferenzen sind schon fast selbstverständlich geworden, ebenso hybride Szenarien im Unterricht.

Über Teams haben wir schon Konvente als Videokonferenzen durchgeführt: Der Rektor und die anderen Redner führen mit geteilten Präsentationen, das Kollegium loggt sich zu Hause am Laptop ein.

Erstmals haben wir dieses Jahr auch die Präsentationen der Maturaarbeiten hybrid durchgeführt. Die Lernenden stellten den betreuenden Lehrpersonen ihre Arbeiten zwar im Schulzimmer vor, Familienmitglieder und andere Interessierte konnten aber zu Hause über eine Videokonferenz dabei sein.

In der Fachgruppe kommen wir jetzt auch über hybride Sitzungen zusammen. Wer am Sitzungstag nicht an der Schule ist, nimmt einfach von zu Hause aus teil. Das Gleiche gilt für hybride Notenkonferenzen.

Erste Erfahrungen sammeln wir auch mit hybridem Unterricht. Lernende in Quarantäne schalten sich von zu Hause aus via Teams zu. Zwei Schüler holen am Morgen auf dem Prorektorat eine Konferenz-Kamera, eine Meeting OWL Pro, und schliessen diese am Strom und via USB am Lehrerlaptop an. Die Lehrkraft startet dann die Videokonferenz und wählt die Meeting OWL als Mikrofon, als Lautsprecher und als Kamera aus.

Parallel zu Klausuren im Unterricht habe ich auch schon länger abwesende Lernende ihre Aufsätze und Tests zu Hause mitschreiben lassen.

  • Für Aufsätze loggen sich die Schüler mit ihrem Handy in eine Teams Konferenz ein, aktivieren Ton und Kamera und stellen das Smartphone dann so auf, dass ihr Bildschirm, ihre Hände und ihr Kopf sichtbar sind.
  • Für Klausuren loggen sie sich bei isTest2 ein, aktivieren den Safe Exam Browser (SEB). So werden sie in einen Vollbildschirmmodus versetzt, in dem sie weder auf ihre Dateien und Programme noch auf andere Internetadressen Zugriff haben.

Virtuelle Elternabende

Die Elternabende der ersten Klassen werden bei uns nach der Probezeit, zu Beginn des zweiten Semesters, vor Ort durchgeführt. Nach einer kurzen Begrüssung im Plenum durch die Klassenlehrkraft verteilen sich die Lehrer im Raum an ihre Tische und die Eltern suchen zusammen mit ihren Söhnen und Töchtern die Lehrkräfte auf, die sie kennen lernen möchten. Die Gespräche dauern etwa zehn Minuten.

Dieses Jahr haben wir den Anlass erstmals virtuell durchgeführt mit Jitsi, einer Software für Videokonferenzen. Mein Kollege Emil Müller hat das Programm hier schon einmal vorgestellt.

Organisiert wird der Anlass wie folgt. Die Eltern werden von der Schulleitung eingeladen. Über Teams wird für jede Klasse eine Excelliste freigegeben mit allen Lehrkräften und Zeitfenstern, in die sich die Eltern eintragen können.

Zudem erhalten die Eltern eine Datei mit den Besprechungslinks, die zu den Jitsi-Kanälen der Lehrkräfte führen:

Elternabende: links: Anmeldetabelle, rechts: Besprechungslinks

Am Elternabend loggen sich die Lehrkräfte ein und die Eltern kommen zusammen mit ihren Söhnen und Töchtern über einen Klick auf diesen Link dazu.

Jitsi

Jitsi ist der einfachste denkbare Weg: Ein einziger Klick auf einen Link genügt, und die Eltern sind mit der Lehrkraft verbunden. Sie geben ihren Namen ein und klicken auf „Konferenz beitreten“:

links: Lehrer Login, rechts: Eltern Login

Jitsi stellt eine Chatfunktion zur Verfügung. Der Bildschirm lässt sich teilen mit Sprecher-in-Bild Darstellung. Teilnehmer können sich per Handzeichen melden. Der Hintergrund kann verschwommen dargestellt werden. Man kann während der Sitzung zusätzliche Teilnehmer einladen. Die Kachelansicht lässt sich ein- und ausschalten. Die folgenden Einstellungen stehen zudem zur Verfügung:

Jitsi: Weitere Einstellungen

Durch einen Klick auf das orange Symbol Sicherheitsoptionen kann man die Lobby aktivieren und so sicherstellen, dass andere Teilnehmer nicht frühzeitig beitreten, sondern warten müssen, bis das laufende Gespräch beendet ist. So kann der Zeitplan genau eingehalten und das laufende Gespräch beendet werden, sobald die nächsten Eltern anklopfen.

Jitsi: Sicherheitsoptionen
Jitsi: Lobby aktivieren

Wenn eine andere Familie anklopft, erscheint bei der Lehrkraft die folgende Meldung:

Jitsi: Pop-up anklopfende Teilnehmer

Erfahrungen

Die Beteiligung war sehr gut, mindestens so gut wie bei den Elternabenden vor Ort. Die Gespräche sind kompakter und effizienter geworden. Die An- und Rückreise fällt weg, alle sparen Zeit. Es sind praktisch keine technische Probleme aufgetreten. Schüler, Eltern und Lehrkräfte waren zufrieden.

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