Maqueen: Roböterli für den Micro:bit

Der Einplatinen-Computer micro:bit hat einen kongenialen Partner erhalten: Der Maqueen. Damit lässt sich der micro:bit im Handumdrehen in einen Roboter verwandeln. hat man mehrere davon, können sie gar miteinander kooperieren. Der Maqueen ist wie gemacht für spannenden Informatik-Unterricht.

Der Maqueen macht aus dem micro:bit, den wir in diesem Post bereits präsentiert haben, einen fahrbaren Roboter.  Er verfügt über zwei Motoren, mehrere LEDs, einen Ultraschallsensor, zwei Hell-Dunkel-Sensoren und einen Infrarot-Empfänger für die Fernsteuerung. Damit verfügt er von Haus aus über alles, um bereits sehr viele Roboter-Anwendungen ausprobieren zu können. Der Zusammenbau ist in wenigen Minuten erledigt. Der micro:bit wird in den entsprechenden Port gesteckt und über ein USB-Kabel mit dem Computer verbunden. Bereits nach wenigen Minuten ist der Roboter parat für die ersten Programmier-Übungen.

Der Aufbau ist so einfach, dass er auch im Schulzimmer funktioniert. Es braucht keine WLAN-Infrastruktur, keine Bluetooth-Verbindungen. Alles ist sehr einfach und verständlich.

Editor einrichten

Die Programmierung des Maqueen funktioniert sehr ähnlich, wie jene des micro:bit. Am Einfachsten ist es über den Online-Editor https://makecode.microbit.org/. Mit einem Klick auf die Kachel “Neues Projekt” ist man schon startklar.

Grundansicht des micro:bit Programmier-Editors.

 

Möchte man den micro:bit mit dem Maqueen programmieren, muss man als erstes die entsprechende Erweiterung laden. Dies geht sehr einfach über den Editor:

  • Auf “Fortgeschritten” klicken
  • Zuunterst auf der Liste auf “Erweiterungen” klicken.
  • Danach “Maqueen” auswählen und anklicken.

Nach diesem Schritt erscheint im Editor der Eintrag “Maqueen” bei den zur Verfügung stehenden Befehlen.

 

Programmiersprache wählen

Der micro:bit lässt sich über den Online Editor mit verschiedenen Programmiersprachen programmieren. An unserer Schule ist die Wahl stets Python. Für Einsteiger:innen könnte es aber auch hilfreich sein, wenn man zuerst mit Blöcken beginnt. 

Die Programmiersprache lässt sich im Editor-Fenster mit einem Schieber am oberen Rand verstellen. Hat man bereits ein Programm in einer bestimmten Programmiersprache geschrieben, wird es in die andere Sprache übersetzt, sobald man den Schieber betätigt.

 

Es kann zwischen "Blöcken" und den beiden Scriptsprachen "Pyhton" und "JavaScript" ausgewählt werden.

Programm schreiben

Im Python-Modus gibt es zwei Möglichkeiten zur Programmierung. Die Naheliegende ist, einfach Code zu schreiben. Dabei unterstütz einen der Editor mit Code-Vorschlägen und Code-Vervollständigung. Es gibt aber auch eine Liste von Befehlen, die man mit der Maus auswählen und in den Code hineinziehen. Die Befehle sind dabei gruppiert nach funktionalen Einheiten wie “Eingabe”, “Musik”, “Maqueen”, “Funk”, “Variablen” etc. Zu jedem aufscheinenden Befehl gibt es eine kurze Erklärung, wofür man ihn benützen kann und wie die Code-Zeile aussieht. 

Ein ausgewählter Befehl wird mit der Maus nach rechts in den Code gezogen.

Akku-Pack in Maqueen einbauen

Der Maqueen-Roboter kommt ab Stange mit einer Halterung für vier AAA-Batterien. Dies ist allerdings sehr unpraktisch. Denn die Batterien sind nach einer Lektion regen Gebrauchs praktisch leer. Mit anderen Worten: Der Verschleiss an Batterien ist enorm.

Es lohnt sich deshalb eine Halterung für einen Li-Ionen-Akku zu kaufen. Dieser wird auf den Maqueen geklebt und mit einem Kabel am Gerät verbunden. Damit muss nur ab und an ein einziger Akku geladen werden. 

Wo kaufen?

KomponenteKauf-AdressePreis
micro:bit (10er-Pack)digitec.ch185.00 Fr.
make-shop.ch239.00 Fr.
Maqueenmaker-shop.ch33.90 Fr.
educatech.ch45.00 Fr.
Halter für Li-Ionen-Akkusmaker-shop.ch9.90 Fr.
educatec.ch9.95 Fr.
Li-Ionen-Akkus (16 Stück mit Ladegerät)akkushop-shweiz.ch275.60
Li-Ionen-Akkus (8 Stück)akkushop-schweiz.ch117.60 Fr.
(Alle Preise beziehen sich auf den 12. März 2022)

Fazit

Der Maqueen bietet zusammen mit dem micro:bit und dem sehr übersichtlichen Online-Editor einen einfachen Einstieg in die Roboter-Programmierung. Nach wenigen Minuten haben die Schüler:innen ein erstes Programm geschrieben und der Roboter fährt. 

Nutzt man die Funk-Eigenschaften des micro:bit lässt sich der Roboter relativ einfach fernsteuern oder man kann mehrere Roboter zu einem Schwarm verbinden. Dies eröffnet sehr spannende Möglichkeiten und kommt bei den Schüler:innen gut an.

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