Debatten moderieren mit Kialo

Eine Debatte zu einem kontroversen Thema im Unterricht führen, kann sehr anspruchsvoll sein. Jede und jeder möchte etwas sagen. Bis er oder sie an der Reihe ist, ist die Diskussion aber bereits an einem anderen Punkt. Schwierige Sache. Das Online-Tool Kialo möchte hier Abhilfe schaffen. Ausprobieren konnte ich es noch nicht. Aber es sieht sehr interessant aus.

Die Macher:innen von Kialo haben sich zum Ziel gesetzt, das führen von Diskussionen im Unterricht – und auch sonst – zu erleichtern, zu strukturieren und übers Internet zu organisieren. Auf den ersten Blick ist ihnen das gelungen. 

  • Das Erstellen einer These, über die diskutiert werden soll, ist sehr einfach und schnell
  • Es gibt wenige aber sehr nützliche Einstellungen, die helfen, dass nicht jeder Quatsch Eingang in die Diskussion findet
  • Eine Diskussion kann öffentlich oder in einem abgeschlossenen Team geführt werden
  • Die Schüler:innen müssen sich nicht mit ihren Mailadressen registrieren
  • Es können auch Aufgaben verteilt werden
  • Die Darstellung einer Debatte ist sehr übersichtlich – auch im Nachhinein

 

Eine Diskussion erstellen und führen

Um eine Diskussion zu erstellen benötigt es einen Titel, eine These und allenfalls einige Hintergrundinformationen. Schon ist eine Diskussion erstellt und kann losgehen.

 Zudem muss man festlegen, ob die Autor:innen von Argumenten angezeigt werden soll sowie eine weitere kleine Einstellungen.

Eine Diskussion sieht dann so aus:

Durch Klicken auf den grünen oder roten Knopf können nun Argumente für und dagegen eingebracht werden. 

Bereits nach wenigen Argumenten könnte die Diskussion unübersichtlich werden. Doch bei Kialo werden alle Einwände in einen Diskussion-Baum eingepflegt, der die Sache sehr übersichtlich macht.

Im oberen Bereich wird der gesamte Diskussionsbaum dargestellt. Im unteren Bereich sind die Argumente sichtbar.

Auf jeder Ebene der Diskussion kann man sich einbringen und weitere Argumente hinzufügen – dafür oder dagegen.

Weitere Features

Für Beiträge voten: Teilnehmer:innen einer Diskussion können für andere Beiträge eine Stimme abgeben (voten). Mit der Zeit gibt es dann Beiträge, die aufgrund vieler Votings eine hohe Akzeptanz haben.

Ungelesene Beiträge werde markiert: Wenn eine Diskussion über längere Zeit läuft, kann es mühsam sein, sich einen Überblick zu verschaffen. Aus diesem Grund haben Beiträge von anderen, die man selbst noch nicht gelesen hat, einen blauen Punkt. Sobald man einen Beitrag angeschaut hat, verschwindet der blaue Punkt.

Kommentieren: Beiträge können auch kommentiert werden.

Aufgaben verteilen: Administrator:innen können den Diskussionsteilnehmer:innen Aufgaben verteilen. So kann beispielsweise festgehalten werden, dass jede Schülerin und jeder Schüler mindestens zwei Beiträge schreiben und mindestens drei Beiträge voten und bewerten muss.

Accounts ohne Mailadresse: Die Lehrerin oder der Lehrer könne für Schüler:innen Accounts mit Benutzername und Passwort erstellen, ohne dass die Schüler:innen ihre Mailadresse angeben müssen. Das ist auch datenschutztechnischen Überlegungen sehr  begrüssenswert.

Fazit

Ich bin erst kürzlich über Kialo gestolpert und habe es noch nicht richtig im Unterricht ausprobiert. Aber der erste Eindruck ist sehr gut und ich werde das Ausprobieren ganz bestimmt noch nachholen. Auf der Webseite kialo-edu.com gibt es diverse Anregungen und Beispiele, wie man die Palttform nutzen kann. 

Vielleicht konnte ich ja Leser:innen diese Blogs animieren, das Tool auszuprobieren. Ich bin gespannt auf eure Reaktionen.

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