replit.com: Team-Programmieren im Informatikunterricht

Möchte man mit den Schülerinnen und Schülerin im Unterricht programmieren, verliert man als Lehrperson schnell die Übersicht. Jede und jeder knobelt an seinem eigenen Code herum und stösst auf sehr individuelle Fragestellungen und Probleme. Diese Fragen zu beantworten und zu sehen, wo die Probleme liegen, kann schwierig sein. Die Webapplikation replit.com kann mit ihrem Dienst „Teams for Education“ Abhilfe leisten. Nicht nur sieht man als Lehrperson den Code der Schülerinnen und Schüler (SuS). Man kann auch Testfälle definieren, an denen die SuS selbst testen können, ob ihr Code funktioniert. Und das Beste: replit.com unterstützt 56 verschiedene Programmiersprachen von BrainF über Kotlin und Python bis hin zu Rust.

Möchte man mit den Schülerinnen und Schülerin im Unterricht programmieren, verliert man als Lehrperson schnell die Übersicht. Jede und jeder knobelt an seinem eigenen Code herum und stösst auf sehr individuelle Fragestellungen und Probleme. Diese Fragen zu beantworten und zu sehen, wo die Probleme liegen, kann schwierig sein. Die Webapplikation replit.com kann mit ihrem Dienst „Teams for Education“ Abhilfe leisten. Nicht nur sieht man als Lehrperson den Code der Schülerinnen und Schüler (SuS). Man kann auch Testfälle definieren, an denen die SuS selbst testen können, ob ihr Code funktioniert. Und das Beste: replit.com unterstützt 56 verschiedene Programmiersprachen von BrainF über Kotlin und Python bis hin zu Rust.

Wer replit.com für den Unterricht ausprobieren möchte, kann hier einen Gratis-Account eröffnen, den man vier Monate lang testen kann. Danach kostet der Dienst „Teams for Education“ 350$ pro Jahr und Klasse.

Entwicklungsumgebung

Als erstes ist replit.com eine Online-Entwicklungsumgebung, in der ich meine Programm schreiben und laufen lassen kann. Es braucht keine Installation, keine komplizierten Konfigurationen. Man ruft die Seite auf, startet ein Projekt, gibt an in welcher Programmiersprache und fertig. Schon ist man dabei.

Screenshot der Entwicklungsumgebung von replit.com

Auf der linken Seite können neue Files erzeugt werden, auf die man im Code zugreifen kann.

In der Mitte des Fensters findet sich das eigentliche Programmier-Fenster. Dort kann Code erzeugt werden, wie man es gewohnt ist von einer Entwicklungsumgebung. Es werden Syntax-Fehler direkt angezeigt. Der Editor macht Vorschläge für Variablen und Befehle und gibt hinweise über den richtigen Gebrauch von bereits bekannten Funktionen.

Durch ein Klicken auf den grünen Button „Run“ wird im rechten Bereich des Fensters das Programm ausgeführt und der Output angezeigt. Dies funktioniert auch, wenn man grafische Oberflächen programmiert. Die entsprechenden Libraries können problemlos geladen werden.

Mit all diesen Features ist replit.com eine gute Wahl, um erste Schritte in einer Programmiersprache zu machen oder auch um kleine Projekte zu realisieren.

Teams for Education

Interessant wird die Applikation aber im Zusammenhang mit Programmierunterricht, weil sich in replit.com für jede Klasse ein Team einrichten lässt. Dort kann man den SuS Programmieraufgaben stellen, indem man bereits Teile des Codes zur Verfügung stellt. Die SuS bearbeiten dann die Aufgaben, setzen ihre eigenen Programmierideen um und können am Schluss an definierten Testszenarien ihren Code auf Richtigkeit testen.

Team einrichten

Voraussetzung, um replit.com als Team-Werkzeug zu nutzen, ist eine entsprechende Lizenz. Dies kann hier für vier Monate gratis getestet oder gekauft werden: https://replit.com/teams-for-education

Sobald man den entsprechenden Account hat, wird in der Navigation der Eintrag „Teams“ angezeigt. Dort lassen sich neue Teams anlegen und danach für jedes Team verschiedene Projekte.

Übersicht über die Team-Projekte

Team-Projekt einsetzen

Nach dem Einrichten eines Teams müssen die Mitglieder des Teams definiert werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Wenn die SuS bei replit.com bereits registriert sind, kann man sie über ihren Benutzernamen aufnehmen
  • Am einfachsten ist es jedoch, einen Link zu generieren für das Beitreten zum Team. Diesen kann man den SuS danach beispielsweise über OneNote zur Verfügung stellen. Wenn sie darauf klicken, müssen sie sich registrieren/einloggen und werden direkt zum Projekt weitergeleitet.
  • Es lässt sich auch ein CSV-File hochladen mit Namen, Vornamen und Mail der SuS.

Um den SuS eine Aufgabe zu stellen, kann nun der oder die Admin des Teams Code erzeugen, der den SuS zur Verfügung gestellt wird und den sie dann vervollständigen. Sobald die SuS sich in das Team einwählen und auf die Aufgabe klicken, erhalten sie eine Kopie des Codes, den sie dann selbständig weiterbearbeiten können.

Die Lehrperson behält dabei stets die Übersicht. Denn sie kann sich jederzeit in die Oberfläche einer Schülerin oder eines Schülers einwählen und sehen, was dort geschieht. Die Lehrperson kann sogar einzelne Bereiche des Codes kommentieren und sich in einem Chat mit der Schülerin oder dem Schüler unterhalten. Die SuS sehen die Inputs der LP direkt und live. In ihrem Code werden kommentierte Passagen markiert und sie sehen, dass es einen Kommentar dazu gibt.

Projekte automatisch testen

Ein sehr interessantes Feature von replit.com ist die Möglichkeit, dass die SuS ihren eigenen Code an von der LP vorgegebenen Beispielen testen kann. Dazu müssen die SuS in ihrem Code eine vorgegebene Funktion ausformulieren, die danach in den Tests überprüft werden kann. Die LP kann verschiedene Inputs für diese Funktion generieren und danach überprüfen, ob der Rückgabewert der Funktion mit der Vorgabe übereinstimmt.

Bestandene Test werden grün, nicht bestandene rot angezeigt (links).

Mit diesem Feature können SuS völlig selbständig arbeiten und jederzeit überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind und ob ihr Code auch für spezielle Inputs funktioniert.

Darüber hinaus können sie sich jederzeit über das Kommunikationssystem Hilfe der LP holen und diese wiederum kann jederzeit sehen, woran die SuS grad arbeiten und live Kommentare machen oder Hinweise geben.

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