Diskussionen abbilden mit MindMup

Gedanken ordnen, eine Diskussion moderieren, Themen sammeln für eine Arbeit. Alle diese Aufgaben beherrscht das Mindmap-Tool MindMup locker. Darüber hinaus hat es aber die Funktion «Argument Visualization», das es für alle Fächer, in denen Arguemtnationsketten abgebildet werden sollen, unersetzlich macht: Philosophie, Religion, Literatur, Geschichte etc. Wir stellen euch hier die Grundfunktionen vor.
Wir ziehen uns über Ostern zurück und stehen am Tag der Arbeit am 1. Mai wieder auf der Matte.

Die Basis-Version von MindMup ist unter https://app.mindmup.com/map/new/ erreichbar. Hier können auf sehr intuitive Weise Mindmaps erstellt und in einem Online-Speicher abgelegt werden. Dieser Dienst kostet nichts. Allerdings sind alle gespeicherten Mindmaps öffentlich und werden nach sechs Monaten wieder entfernt. Möchte man das nicht, kann man einen Account lösen für 25$ pro Jahr.

Das interessante Anwendungsgebiet von MindMup ist jedoch nicht das Erstellen von Mindmaps. In diesem Bereich haben wohl die meisten bereits ein Werkzeug gefunden, das die georderten Funktionen aufweist. Das interessante Feature von MindMup ist die “Argument Visualization”. Diese ermöglicht es, ganze Argumentationsketten mit Pro- und Kontra-Argumenten abzubilden.

Darstellung einer ganzen Argumentatinos-Kette (© maps.simoncullen.org)

Basics

Argumentations-Ketten werden über die URL https://www.mindmup.com/tutorials/argument-visualization.html erstellt. Dort auf “Create on MindMup Cloud” klicken und es kann losgehen.

Das Editieren von Maps ist sehr intuitiv. Es gibt am oberen Rand eine Navigationsleiste mit vielen Symbolen. Der Bereich für die Argument-Visualisation befindet sich im oberen rechten Bereich.

Dort gibt es ein Daumen-Hoch  und ein Daumen-Runter Icon   für zustimmende und widersprechende Argumente. Klickt man auf ein solches Icon, werden dem aktuellen Argument ein Pro oder ein Kontra-Argument zugefügt. Pro-Argumente erhalten eine grüne Verbindung, Kontra-Argumente eine rote Verbindung.

Alle Argumente werden mit Nummern versehen, so dass auch im Nachhinein ersichtlich ist, in welcher Reihenfolge die Argumente aufgeführt worden sind.

Möchte man die Argumentationsketten noch detaillierter gestalten, lassen sich zu allen Verbindungen noch Labels zufügen, so dass die Art des Arguments erläutert werden kann. 

Ebenso lassen sich Notizen einfügen oder auch Argumente mit Bildern.

Eine sehr übersichtliche Einführung in die Basics von MindMup gibt es hier (auf Englisch): https://maps.simoncullen.org/. Auf dieser Seite finden sich auch Ideen, wie man den Philosophie-Unterricht mit Argumentations-Ketten organisieren kann.

Umgang mit gespeicherten Maps

Möchte man nichts für den Dienst bezahlen, ist der Umgang mit Dateien etwas umständlich. Um eine angelegte Map zu speichern, muss man sie durch Drücken auf den Button “Publish” veröffentlichen. Darauf gibt man einen Namen und eine Beschreibung für die Map ein. Sobald sie veröffentlicht ist, bleibt sie für sechs Monate in der MindMup-Cloud und wird danach wieder gelöscht. Selber kann man sie nicht löschen. 

Mit dem Veröffentlichen erhält man einen Link, den man an die Schüler:innen weitergeben kann. Diese können die Map direkt editieren und brauchen keinen Account.

Eine Map kann auch in einem anderen Dateiformat exportiert werden. Beispielsweise lässt sie sich als PNG oder als PDF herunterladen, allerdings ist sie dann nicht mehr editierbar. 

Lizenzen

Für die einfache Nutzung reicht die Gratis-Version. Man kann sich bei MindMup mit einem Microsoft-Schulaccount anmelden und hat Zugriff auf die wichtigsten, oben beschriebenen Funktionen.

Wem dies zu wenig ist und wer nicht alle Maps öffentlich machen möchte,  muss eine Lizenz lösen. Diese kostet für Einzelpersonen 25$ pro Jahr. Alternativ kann man auch die ganze Schule (bis zu 100 Benutzer:innen) für 100$ pro Jahr lizenzieren.

Fazit

Ein junger Philosophie-Kollege von mir hat mich auf MindMup aufmerksam gemacht. Auf den ersten Blick und mit den ersten Versuchen scheint mir MindMup sehr tauglich, um Diskussionen und Argumente für verschiedene Unterrichts-Settings abzubilden und den Schüler:innen zugänglich zu machen.

Die Bedienung ist sehr intuitiv und die Maps sehen sehr übersichtlich aus und sind deshalb leicht verständlich. 

Der Umgang mit den Dateien ist noch nicht so gut gelöst, weil man eine einmal (im Gratis-Account) erstellte Map nur wieder öffnen kann, wenn man ihre URL kennt. Hat man die URL vergessen, ist sie nicht mehr auffindbar. 

Die Kosten von 25$ pro Jahr für eine Einzellizenz sind sehr erträglich und ermöglichen einen sehr viel angenehmeres Arbeiten. Aber für die Nutzung der Grundfunktionen fallen keine Kosten an.

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