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Das Kölner Startup-Unternehmen deepL ist drauf und dran, den grossen im Übersetzungs-Geschäft das Fürchten zu lehren. Insbesondere Google muss sich warm anziehen. Denn die Übersetzungs-Resultate, die deepL liefert, übertreffen jene von Google-Translater in den meisten Fällen. deepL ist die erste Software, die Texte liefert, denen man nicht mehr auf Anhieb anmerkt, dass sie maschinelle übersetzt worden sind.

 

 

 

Einen Text von einer Sparche in eine andere Sprache mit einem Algorithmus zu übersetzen, ist ein äusserst schwieriges Problem in der Informatik. Dies weil sowohl der Inhalt ganzer Sätze wie auch die Bedeutung von einzelnen Wörtern vom Kontext abhängig sein können. Dies macht die Behandlung von natürlicher Sprache für Algorithmen sehr anspruchsvoll.

Seit 2006 ist Google Translate mit Abstand der beste maschinelle Übersetzungs-Dienst, der im Internet zugänglich ist. Doch seit letztem Herbst hat Google mit deepL einen sehr ambitionierten Konkurrenten erhalten, der dabei ist, dem Datenriesen bei den Übersetzungen den Rang abzulaufen.

 

5 Peta-Flops in Island

Grundlage für die überzeugenden Übersetzungsresultate von deepL ist Super-Computer, der in der Lage ist, 5.1 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durchzuführen. Das sind 5000 Millionen Millionen oder 5 petaFLOPS.  Nach eigenen Angaben von deepL ist ihr Rechner, der in Island steht, im Moment der 23. schnellste Computer auf der Welt. Mit dieser Power ist deepL in der Lage, eine Million Wörter pro Sekunde zu übersetzen. Die ganze Rechenleistung ist nötig, um das neuronale Netzwerk, das die Basis von deepL bildet, zu betreiben. Dieses wurde nach eigenen Angaben von deepL mit mehr als einer Milliarde Sätzen trainiert, von denen die Übersetzung bekannt war. 

Im Moment beherrscht deepL die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch. Damit hinkt deepL noch weiter hinter Google her. Aber demnächst sollen weitere Sprachen folgen.

deepL ist aus Linguee entstanden, einem Deutsch-Englisch-Wörterbuch, das sich innert weniger Jahre zum beliebtesten Online-Wörterbuch entwickelt hatte.

 

Einfache Bedienung

 

Die Oberfläche von deepL könnte einfacher nicht mehr sein. Es gibt ein Eingabe-Feld und ein Ausgabe-Feld und fertig. Mehr braucht es nicht. 

Hat man einen Text übersetzen lassen, lässt sich das Resultat mit Klicken auf einzelne Wörter so verändern, bis es einem passt. Dabei schlägt deepL alternative Wörter vor. Entscheidet man sich für eine Alternative, wird der Rest des Textes darauf aufbauend neu übersetzt. Das alles funktioniert sehr intuitiv und schnell.

 

Überzeugende Resultate

Wenn man deepL nutzt, gewöhnt man sich sehr schnell an die hervorragenden Resultate, die einem der Dienst liefert. deepL hat selbst in einer Studie 100 Sätze von deepL, von Google, von Microsoft und Facebook übersetzen lassen und die Resultate von professionellen Übersetzern beurteilen lassen, die nicht wussten, welcher Text von welchem Dienst stammt. Das Resultat ist nach eigenen Aussagen von deepL sehr überzeugend. Ihr Resultate wurde drei Mal so häufig als bestes Resultat ausgewählt, wie die Übersetzungen ihrer Konkurrenten.

 

Einsatz im Unterricht

Wie sich der neue Dienst von deepL auf die Schule auswirkt, ist mir noch nicht klar. Es wird zum einen sicher schwieriger werden, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, selbst das Übersetzungs-Handwerk zu erlernen. Zum anderen bietet deepL aber auch viele Möglichkeiten im Sprachunterricht, weil man selbst übersetzte Texte selbständig mit dem maschinellen Text abgleichen kann. Dabei ist es sehr wichtig, dass ein übersetzter Text auf seinen korrekten Inhalt im entsprechenden Kontext bewertet werden kann, eine Fähigkeit, die Computer bis jetzt noch nicht so gut beherrschen. Zudem ist solche Software natürlich sehr hilfreich als Wörterbuch, weil sie nicht nur einzelne Wörter übersetzt, sondern einem zu ganze Phrasen und Textfragemente verschiedene Übersetzungs-Vorschläge macht.

 

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DeepL – Übersetzungen in nie gekannter Qualität

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