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Wie jedes Jahr haben wir das neue Schuljahr mit sieben neuen Klassen gestartet. Die neuen Schülerinnen und Schüler bringen ihre eigenen digitalen Geräte mit, und zwar je nach Abteilung ein iPad oder ein Notebook. Lesen Sie in der heutigen Post, was es dazu braucht, dass die Einführung der digitalen Geräte ein Erfolg wird.

Einleitung

Nach Gesprächen mit anderen Lehrpersonen und Schulleitern stelle ich immer wieder fest, dass unsere Schule im Handling von digitalen Geräten und dem Einsatz im Unterricht ein gutes Knowhow hat. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass wir in der Wirtschaftsmittelschule schon 15 Jahre Erfahrung mit Notebooks resp. früher Laptops haben.

Wir sind eine Kantonsschule mit ca. 600 Schülerinnen und Schülern, ca. 60 Lehrpersonen (von 10% bis 100% Anstellung) und bieten die Lehrgänge Fachmittelschule mit fünf verschiedenen Schwerpunkten, Wirtschaftsmittelschule und seit diesem Jahr die Informatikmittelschule an. Die Schülerinnen und Schüler, im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, treten nach der 3. Sekundarschule bei uns ein, Bedingung ist das Bestehen der Aufnahmeprüfung. Die Ausbildung beenden die Schülerinnen oder Schüler mit einem Fachmittelausweis (FMS) oder eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und Berufsmatura (WM/IMS).

Schülerinnen WM

Unsere Lehrpersonen wurden vor ca. 3 Jahren angehalten, das Notebook mindestens 30% im Unterricht einzusetzen. Diesen gewünschten Einsatz von 30% erreichen unterdessen alle Lehrpersonen. Es steht jeder Lehrperson frei, auch mal eine gewisse Zeit ohne das Notebook zu arbeiten. Damit wir während dem Schuljahr möglichst wenig technische Probleme mit den Notebooks haben, ist es nötig, die Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich auf die Arbeit mit dem digitalen Gerät vorzubereiten und sie laufend zu unterstützen. Dafür gehen wir wie folgt vor:

Vor dem Schulstart

Ca. drei Monate vor dem Schulstart erhalten die Schüler einen Brief mit den Mindestanforderungen des digitalen Gerätes. In der Fachmittelschule wird ein iPad mit Tastatur und Stift vorausgesetzt, in der Wirtschaft- und Informatikschule ein Notebook mit Windows 10. Weitere Infos finden Sie hier. Die Finanzierung der Geräte geht zu Lasten der Eltern.

Beim Schulstart

Der erste Schultag ist bei uns in den Händen der Klassenlehrer. Jedoch durchlaufen die Schülerinnen und Schüler bereits am zweiten oder dritten Tag den Notebook- oder iPad-Einführungstag. Dieser wird durch eine Informatiklehrperson und zwei Techmentoren durchgeführt. Techmentoren sind Schülerinnen und Schüler aus den oberen Klassen, welche für die Unterstützung bei technischen Problemen der Schüler und Lehrpersonen ausgebildet sind. Die Techmentoren haben u.a. mehr Benutzerrechte und können z.B. die Passwörter der Schüler zurücksetzen.

Bei der Einführung erhalten die Schüler einen Zugang zum WLan sowie ein Login für SharePoint und E-Mail. Auch wird bei den Windows-Geräten ein Notebookcheck durchgeführt, dieser beinhaltet u.a. das Einspielen von Updates, Treibern, neusten Versionen von Java etc. Weitere Infos erhalten Sie hier. Unsere Schüler müssen diesen Check einmal im Monat gemäss Anleitung durchführen. Dies wird im Fach IKA/Informatik kontrolliert. Anschliessend werden Office 365, Adobe Reader und das Anti-Virenprogramm Total360 Security installiert. Während diesem halbtägigen Einführungstag lernen die Schüler auch die Bedienung von SharePoint kennen.

In den ersten zwei Schulwochen wird den Klassen im Fach IKA oder Informatik u.a. Folgendes geschult: Umgang mit Dokumenten (Speicherort, Namensgebung, PDF, ZIP etc.), Speicherorte inkl. OneDrive, Notizen erstellen mit OneNote, Handling von SharePoint sowie der Umgang mit digitalen Geräten gemäss Schulordnung. Zusätzlich lernen die Schüler während eines ca. zweistündigen Workshops, ihr Gerät auf eine externe Harddisk zu sichern etc.

Während der Schulzeit

Damit der Einsatz der digitalen Geräte gut funktioniert braucht es einiges:

Lehrpersonen

Wir wollen Lehrpersonen, die ein Knowhow haben, wie sie die digitalen Geräte im Unterricht nutzbringend einsetzen. Dies passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Wichtig ist, dass der ganze Lehrkörper dahintersteht und den Einsatz der digitalen Geräte unterstützt. Zur Weiterbildung besuchten unsere Lehrer interne und externe Kurse. Zudem steht allen Lehrpersonen eine interne PICTs (pädagogischer ICT Supporterin) zur Verfügung, welche bei Fragen hilft oder die Lehrer während dem Unterricht unterstützt.

Cluster

Im Kanton St. Gallen wird den Schulen der Sekundarstufe 2 ein Cluster zugeteilt. Ein Cluster versorgt ca. drei Schulen mit der nötigen IT-Infrastruktur und unterhält diese. Ein First-Level-Supporter arbeitet bei uns an der Schule. Ganz wichtig ist der Austausch zwischen Cluster und Schule, es findet deshalb eine wöchentliche Sitzung satt. Ebenso ist seit ca. vier Jahren ein Mitglied der Schulleitung zuständig für die IT.

Infrastruktur

Eine gute Internetperformance sowie Zugang zu SharePoint sind sehr wichtig. Schon lange sind unsere beiden Schulhäuser flächendeckend mit Wlan ausgestattet. Jeder Schüler sowie Mitarbeiter hat Zugriff auf E-Mail, SharePoint und Office365. Von jedem Device kann auf zentralen Multifunktionsgeräten ausgedruckt werden.
In den Schulzimmern steht ein vollausgerüsteter PC, Beamer, Visualizer, Sound etc. für die Lehrperson zur Verfügung, jedoch kann durch Knopfdruck auch das eigene Notebook angehängt werden. Für die Schüler stehen Stromschienen zur Verfügung.

Bildschirmzimmer

Schüler

Die Techmentoren, welche Schülerinnen und Schüler bei Problemen mit dem Notebook unterstützen, können über ein Ticketing-System angesprochen werden. Die Techmentoren lösen die Probleme dann über E-Mail oder treffen sich mit den Schülerinnen. Für die Koordination und Ausbildung der Techmentoren ist eine Lehrperson zuständig. Bei grösseren Problemen mit den Notebooks können die Techmentoren nicht helfen, dann muss der Schüler sein Gerät in die Reparatur / Garantie geben. Wir stellen den Schüler keine Ersatzgeräte zur Verfügung ausser bei IKA oder Informatikprüfungen. Da kann ein Gerät für Fr. 5.00 ausgeliehen werden (der gesammelte Betrag wird jeweils am Ende des Schuljahres für einen guten Zweck gespendet). Einigen Schülern ist es am Anfang nicht klar, dass ihr Notebook Arbeits- und nicht Spielgerät ist. Je nachdem muss dann die Lehrperson stärker kontrollieren, wofür das Notebook während des Unterrichts verwendet wird.

Kontrolle

Damit die Geräte der Schüler einwandfrei laufen, müssen diese immer wieder kontrolliert werden. Diese Kontrolle wird von den IKA- resp. Informatiklehrpersonen übernommen.

Fazit

Dass es für unsere Schule unterdessen zur Selbstverständlichkeit geworden ist, die digitalen Geräte im Unterricht einzusetzen, ist ein langer Prozess. Immer wieder mussten Korrekturen vorgenommen werden. Zum Beispiel hatten wir früher während dem IKA- oder Informatik-Unterricht mit den Schulgeräten gearbeitet. Vor drei Jahren haben wir auf Bildschirmzimmer umgestellt. Dies bedeutet, dass dem Schüler ein 24 Zoll-Bildschirm, Maus und Tastatur zur Verfügung steht, gearbeitet wird aber mit dem eigenen Notebook. Seit dann achten die Schüler viel mehr darauf, dass ihr Notebook läuft.
Ausruhen dürfen wir uns nicht, die Digitalisierung in der Schule geht immer schneller voran. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass wir durch unser gutes Fundament bei Neuerungen gut mithalten können oder sogar Vorreiter sein können.

 

 

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