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An den Hochschulen ist es längst Standard, dass jede Vorlesung, jeder Kurs, jedes Seminar am Ende evaluiert wird und die Studierenden ihre Meinung zur eben besuchten Veranstaltung abgeben können oder müssen. An Mittelschulen ist dies noch nicht überall verbreitet. Microsoft Forms und Google Formulare bieten eine ziemlich einfache Möglichkeit, solche Unterrichts-Evaluationen zu organisieren.

Wie man Microsoft Forms einsetzen kann, um im Unterricht kurze Quizzes oder gar Prüfungen durchzuführen, haben wir im Post „Microsoft Forms – das neue Socrative?“ bereist vorgestellt. In diesem Beitrag soll nun auch noch gezeigt werden, wie die Formulare von Microsoft oder Google eingesetzt werden können, um den Unterricht zu evaluieren – und zwar einheitlich für die ganze Schule.

Selbstverständlich könnte sich jede Lehrerin und jeder Lehrer sein eigenes Umfrage-Tool erstellen, um zu erfahren, wie die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht denken. Aber vermutlich würde das einerseits kaum genutzt, und andererseits wäre dies eine grosse Verschwendung von Arbeitszeit, wenn jede und jeder sich dazu Gedanken machen müsste.

Vorlagen erstellen

Glücklicherweise bieten sowohl Google Formulare wie auch Microsoft Forms die Möglichkeit, Vorlagen zu erstellen, die dann beliebig viele Leute übernehmen und – falls nötig leicht modifiziert – verwenden können. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass es für jeden Kurs, für jede Unterrichtseinheit eine separate Auswertung gibt und die Resultate untereinander verglichen werden können. Die grosse Arbeit, einen Umfrage-Bogen zu erstellen, muss jedoch nur ein einziges Mal gemacht werden.

Vorlagen in Microsoft Forms

Um in Microsoft Forms (forms.office.com)eine Vorlage zu erstellen, muss nichts Besonderes unternommen werden. Man erstellt ein Umfrage-Formular mit beliebig vielen Fragen.

  1. Forms öffnen über das Menü im Office 365
  2. In Forms eine neue Umfrage erstellen: „Neues Formular“
  3. Fragen hinzufügen, Verzweigungen erstellen (siehe weiter unten) etc.
  4. Umfrage als Vorlage teilen:
    Dazu auf den Button „Teilen“ klicken und dort den Eintrag „Einen Link zum Duplizieren“ anwählen und den erstellen Link kopieren.

Dieser Link kann nun mit allen Kolleginnen und Kollegen geteilt werden. Wer ihn anklickt, erhält die Möglichkeit, eine Kopie der Umfrage in seinem eigenen Office 365 Konto zu erstellen. So ist sichergestellt, dass die Antworten pro Kurs ausgewertet werden können. Zudem kann man so auch sehr einfach festlegen, wer auf die Resultate Zugriff haben soll.

Ziemlich einfach. Ziemlich praktisch.

Vorlagen in Google Formulare

Für das Erstellen einer Vorlage bei Google (forms.google.com) muss zuerst ein Add-On installiert werden. Dazu geht man wie folgt vor:

  1. Eine bereits erstellte Umfrage öffnen.
  2. Auf die drei Punkte oben rechts klicken und Add-ons… auswählen
  3. Im Suchfeld (oben rechts) den Begriff „Template“ eingeben.
  4. In der Resultat-Liste das Add-on „Form Template Creator“ auswählen und installieren lassen.

Ist das Add-on einmal installiert, lassen sich beliebige Umfragen, die man zuvor erstellt hat, als Template mit anderen teilen.

Dazu sind die folgenden Schritte nötig:

  1. Auf das Add-on-Symbol in der Menüleiste klicken und „Form Template Creator“ auswählen
  2. „Get Template URL“ ausählen
  3. Erzeugte URL kopieren und den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stellen.

Öffnet jeman diesen geteilten Link, erhält er die Möglichkeit, in seinem eigenen Google-Account eine Kopie der Umrage zu erstellen. Auch hier lässt sich danach festlegen, wer auf die Resultate Zugriff haben soll.

 

Umfragen mit Verzweigungen

Sehr oft  ist es in Evaluations-Umfragen nützlich, wenn man den Verlauf der Umfrage von den getätigten Antworten abhängig machen kann. Wenn sich beispielsweise jemand negativ zu einem Punkt äussert, wäre es gut, wenn die Person auch die Gelegenheit bekäme, ihre Kritik in Form eines frei formulierten Satzes auszudrücken. Diese Möglichkeit besteht sowohl bei Microsoft Forms wie auch bei Google Formularen. Im Folgenden ist erklärt, wie man bei den beiden Anbietern vorgehen muss.

Microsoft Forms

Um Verzweigungen in eine Umfrage einzufügen, sollten als erstes alle Fragen definiert werden. Erst wenn dies geschehen ist, lassen sich Verzweigungen in Abhängigkeit der Antworten einfügen.

  1. Durch einen Klick auf die drei Pünktchen ganz oben rechts, öffnet sich ein Menü, wo man den Punkt „Verzweigungen“ anwählt.
  2. Danach lässt sich bei jeder Frage, die man anklickt, festlegen, wie die Umfrage in Abhängigkeit der Antwort weiter verlaufen soll. 

Das ist bereits alles. Damit lassen sich auch sehr komplizierte Umfragen erstellen.

Google Formulare

Bei Google funktionieren Verzweigungen sehr ähnlich. Allerdings lassen sich hier keine einzelnen Fragen für den weiteren Verlauf auswählen, sondern nur ganze Abschnitte.

Dazu geht man wie folgt vor:

  1. Fragen in Abschnitte gruppieren
    Um einen neuen Abschnitt zu erstellen, klickt man auf das unterste Symbol im Kontext-Menü: 
  2. Damit man Verzweigungen einfügen kann, klickt man bei einer Frage auf die drei Pünktchen unten rechts und wählt „Basierend auf der Antwort zum Abschnitt wechseln“
  3. Für jede Frage und jeden Abschnitt auswählen, wie die Umfrage in Abhängigkeit der Antworten weitergehen soll. Wird nichts angegeben, so geht die Umfrage mit dem darauf folgenden Abschnitt weiter.

Fazit

Die Zeiten von Papier-Umfragen sind vorbei. Möchte man wissen, wie die Schülerinnen und Schüler über den eigenen Unterricht denken, bieten Microsoft Forms und Google Formulare vorzügliche Möglichkeiten, dies zu erfahren. Hat man einmal eine Vorlage erstellt – was ziemlich aufwändig sein kann -, so können danach sämtliche Lehrpersonen mit kleinem Aufwand ihren eigenen Unterricht evaluieren. Man kopiert eine Vorlage ins eigene Google- oder Microsoft-Konto und gibt den Lernenden einen QR-Code. Diese öffnen die Umfrage mit ihrem Smartphone und füllen sie aus. Innert weniger Minuten hat man die Resultate und kann sie detailliert auswerten oder anderen zur Verfügung stellen.

 

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Unterrichts-Evaluation mit Umfrage-Tools von Microsoft und Google
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