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In jedem Schulzimmer befinden sich – mindestens am Gymnasium
– zig hochwertige Computer. Doch eingesetzt werden die Smartphones, Tablets und
Co. eher wenig. Zu Unrecht, wie das Heft „mathematik lehren“ in seiner
jüngsten Ausgabe vom April 2015 findet. Denn der Einsatz von Multimedia,
Internet und mobilen Geräten kann den Mathematik-Unterricht nicht nur
auflockern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Materie
beitragen.

Zugegeben, Smartphones besitzen ein grosses Stör- und
Ablenkungspotenzial. Und lässt man deren Gebrauch im Unterricht zu, verliert
man die Kontrolle darüber, wofür sie tatsächlich eingesetzt werden. Dafür
gewinnt man sehr viel Motivation auf Seiten der lernenden Schülerinnen und
Schüler. Allein die Tatsache, dass sie im Unterricht ihr eigenes Gerät benützen
dürfen, sorgt meist dafür, dass ihre Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich
auf ein Thema einzulassen, gross ist. Wenn es die Lehrperson dann auch noch gut
anstellt, können auf diesem Boden wichtige Erkenntnisse und Lernfortschritte
wachsen.

Konkrete Vorschläge und Unterrichtseinheiten

Sehr oft fehlt es einem jedoch an der Zeit, guten Unterricht
unter Einbezug von digitalen Medien zu planen – und gelegentlich vielleicht
auch an Ideen. In diesem Fall kann die neuste Ausgabe der Zeitschrift
„mathematik lehren“ weiterhelfen. Das Heft macht konkrete Vorschläge,
wie digitalen Medien im Mathematik-Unterricht in Sek I und Sek II eingesetzt
werden können. Dazu gibt es auch ein ganzes Heft mit Arbeitsblättern, die mit
fertig vorbereiteten Aufgaben und Fragestellungen aufwarten. Letztere lassen
sich auch herunterladen. Den Rest des Hefts gibt – welche Ironie – nur in
Papierform.

Beispiel: Funktionen untersuchen

Beim Thema Funktionen sind viele Funktionen in den aktuellen
Schulbüchern darauf ausgelegt, dass man sich eine Vorstellung darüber machen
muss, wie der Graph einer Funktion aussehen könnte. Die Schülerinnen und
Schüler für solche Aufgabentypen zu motivieren ist zunehmend schwierig. Die
Funktion lässt sich nämlich einfach in einen CAS-Rechner oder in Geogebra
eingeben und man kennt die Funktion in allen Details. Solche Aufgabentypen
funktionieren deshalb eher nicht.
„mathematik lehren“ schlägt dagegen vor, Aufgaben
eher so zu stellen: „Wie viele Schnittpunkte können die Graphen der
Exponentialfunktion und einer linearen Funktion maximal
haben?“ Eine so gestellte Aufgabe lässt sich ideal mit Geogebra oder CAS
lösen. Die Lernenden müssen sich nämlich überlegen, wie man die verschiedenen
linearen Funktionen darstellen kann. Sie müssen sich überlegen, wie man
Schnittpunkte berechnet und wie man zu einer allgemeinen Aussage kommt.
Dies geht alles weit darüber hinaus, sich nur ein Bild davon zu machen, wie der
Graph aussieht.

Beispiel: Bring your own device

An verschiedenen konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie
die schülereigenen Geräte eingesetzt werden können, um Mathematik zu betreiben.
Dabei setzen die beiden Autoren hauptsächlich Geogebra ein. Sie exerzieren die
Beispiele durch und erläutern dabei auch, wo die Probleme im realen Einsatz liegen
können.
Ein wichtiger Schluss der beiden ist, dass die Dokumentation
des Lernprozesses beim Einsatz von digitalen Medien eine wichtigere Rolle
zukommt, als beim traditionellen Unterricht, wo der Lernprozess meist aus dem
Aufschreiben der Theorie besteht.
Ihr Fazit: „Die beschriebenen Erkenntnisse aus der
durchgeführten Unterrichtsreihe weisen alle in eine Richtung: Einfach beginnen!
Gut geplanter Unterricht kann durch den richtig dosierten Einsatz digitaler
Werkzeuge nicht schlechter werden.“

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Digitale Medien im Mathe-Unterricht: Themenheft von „mahtematik lehren“
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